Boracay

Boracay

Seit gestern Abend sind wir wieder zurück, von unserem einwöchigen Trip auf die Insel Boracay. Hier ein kurzer Erlebnis- und Erfahrungsbericht:

Bei jeder Reise gibt es hinterher immer ein gewisses “hätte wäre, wenn” und hätten wir nicht den Cebu Pacific Flug um 6:00 Uhr morgens gebucht, sondern den mit AirPhil Express gegen Mittag, dann hätten wir uns die Nacht im Hotel in Cebu gespart und wahrscheinlich auf die Umleitung auf den Flughafen von Kalibo.

Unser Flieger konnte nämlich nach dem knapp einstündigen Flug in Caticlan wegen starken Regens nicht landen. So wurden wir nach Kalibo umgeleitet und mußten dann den ca. 1 1/2 stündigen Transfer nach Caticlan mit dem Minibus über uns ergehen lassen. Wenigstens war der dann kostenlos.

Der White Beach auf Boracay ist das eigentliche Attraktion der Insel
Der White Beach auf Boracay ist das eigentliche Attraktion der Insel

In Caticlan angekommen, muß man quasi Eintritt bezahlen, wenn man nach Boracay will: 25 Peso für den Bootstransfer, 50 Peso Terminal Fee und 75 Peso Environmental Fee, also eine Umweltgebühr. Wofür die allerdings gut sein soll, erschließt sich einem beim Anblick von Boracay erst mal nicht.

Nach dem Bootstransfer in Boracay angekommen, muß man nochmal 100 Peso für einen Special Trip mit dem Tricycle abdrücken, das einen über die einzige Hauptstraße der Insel an den White Beach bringt oder wo man sonst hin will.

Dort checkten wir dann im Alice im Wonderland Resort ein, weil es dort gerade eine “Special Promo” gab: 1000 Peso + 12% VAT = 1120 Peso pro Nacht in einem einfachen Steinbungalow mit Aircon, Kabel TV, Kühlschrank und Swimmingpool. Da konnte man nichts zu sagen.

Die Flaniermeile am White Beach auf Boracay
Die Flaniermeile am White Beach auf Boracay

Dann ging’s erst mal zu einer Strandbesichtigung, runter an den White Beach. Dort angekommen wurden wir von Koreanern und Chinesen praktisch überrannt. Europäer sind auf Boracay anscheinend eine aussterbende Rasse.

In der Strandmitte, wo wir wohnten, hatte man die Boote verbannt, so dass man hier angenehm schwimmen und sonnenbaden konnte. Der Sandweg am Strand entlang ist zugepflastert mit Hotels, Souvenirshops, Restaurants, Bars, Eisbuden und allerlei anderem kommerziellen Strukturen.

Daran musste man sich erstmal gewöhnen aber dann ging’s. Was auf Boracay negativ auffällt, ist das ganze Hinterland, wenn man sich mal vom Strand wegbewegt. Da geht es, wie auf den Philippinen üblich, ohne jede Bauplanung drunter und drüber. Das sieht einfach nicht schön aus.

Südseeatmosphäre pur! Der Puka Beach auf Boracay
Südseeatmosphäre pur! Der Puka Beach auf Boracay

Wem es am White Beach zu voll wird, der kann sich von den Tricycles für ca. 150 Peso, je nach Entfernung, zu einem der andern Strände bringen lassen. Dort gibt es zwar auch hier und da einzelne Hotelanlagen aber ansonsten sind die Strände weitgehend menschenleer und super zum Schwimmen geeignet.

Wir verbrachten einen halben Tag am Puka Beach im Norden der Insel, wo schon leichte Wellen anrollen, während am White Beach in der Wintersaison Ententeichstimmung aufkommt, da ist das Meer im Strandbereich spiegelglatt.

Nicht ganz so toll: Der Lugutan Beach auf Boracay
Nicht ganz so toll: Der Lugutan Beach auf Boracay

An zwei Tagen haben wir uns mit dem Tricycle über die Insel kutschieren lassen, um die anderen Strände zu sehen und zu fotografieren. Dabei schneiden grundsätzlich die Strände im Südosten der Insel eher schlecht ab, weil dort viel Müll angespült wird und sie von den Fischern als Liegestation für ihre Boote “missbraucht” werden.

Ich denke aber, dass auch hier in 10 bis 20 Jahren der Kommerz Einzug halten wird und die Fischerboote von Hotels und Touristen mehr und mehr verdrängt werden.

Das "Alice in Wonderland Resort" auf Boracay
Das “Alice in Wonderland Resort” auf Boracay

Ganz billig ist ein Urlaub auf Boracay nicht, jedenfalls für philippinische Verhältnisse. Obwohl die Anreise für uns eher nur ein Katzensprung war, war der Urlaub für uns fast so teuer wie die 7 Tage auf Mallorca im Mai diesen Jahres. Besonders die abendlichen Eskapaden in Sachen Essen und Trinken mit Live Band usw. schlagen dabei zu Buche.

Essen am Buffet am Strand gab es aber meistens schon für runter 5- Euro (299 P), inklusive Hummer, Garnelen  usw. (wer’s mag), eine Pizza beim Italiener kostet mit knapp 10 Euro (520 P) in etwa genau soviel wie in Deutschland.

Cocktails wie Singapore Sling, Mai Thai oder Pina Colada gibt es wärend der Happy Hour zum Preis von ca. 4 Euro (220 P) für 2 Stück!
Alles in Allem, ein gelungener Urlaub und eine Abwechslung vom öden Einerlei auf Bohol.

2 Gedanken zu „Boracay

  1. Hallo Gerd , interessanter Bericht.Endlich mal was aus erster Hand . Glaube aber danach , das ich es mir erspare dort hinzugehen . Sieht doch alles sehr kommerziell aus. Aber Stand ist toll .

    PS. würdest Du sowas auf Deiner Orgel hinkriegen . Kann ja sein , dass wir nochmal richtig gute Musik hier bekommen auf Bohol. Natürlich nur wer diese Richtung mag. Die Jungs sind alle Anfänger mit wenig Kohle.

    http://www.youtube.com/watch?v=9GJ_1kwDWOg&feature=related

    Gruß Hans

  2. hi gerd,

    ja der strand sieht toll aus,aber der rest… na ja nix für uns.
    wünschen euch schöne weihnachten und alles gute für 2012
    lg auch an deine frau
    evi u.reiner 🙂

Die Kommentare sind geschloßen.

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