Fahrradkauf auf den Philippinen

Heute (Sonntag) habe ich mir endlich das Fahrrad gekauft, das ich mir eigentlich schon zu Anfang der Saison im Oktober letzten Jahres kaufen wollte. Einfach Abends mal ein bißchen die Strasse auf und ab um fit zu bleiben. Jetzt bleiben mir dafür aber nur noch 4 Wochen.

Das Abenteuer war aber wieder der Kauf selbst. Hatte mir extra ein seriöses Fachgeschäft in der Island Mall ausgesucht aber oh je… Nach ca. 20 Metern Testfahrt in dem Einkaufszentrum war der Lenker schief, der Sattel in der Versenkung verschwunden, der Hinterreifen schliff links am Rahmen und auch die Schaltung schaltete die vorderen Zahnräder nicht richtig um. “Can You come back in 1 hour?” We can fix it”.

Na gut, die Schaltung ging nach 1 Stunde immer noch nicht richtig aber sonst hatten sie, soweit ich das überblicken konnte alle Schrauben festgezogen.

Ich hatte geplant, wenn es mich nicht zu sehr anstrengt die 25 km bis nach Hause zuradeln, wenn es zu heiß wurde würde ich samt Fahrrad in ein Jeepney steigen. Also, stolz wie Oskar auf das neue Fahrrad und losgeradelt. Aber ich kam nicht weit.

Nach etwa 500 Metern fing die linke Pedale an zu rutschen und nach weiteren 500 Metern viel sie ganz ab. Doch noch eine lose Schraube übersehen und jetzt aber kein Werkzeug dabei. Blieb mir also nichts anderes übrig als die Geraden und Steigungen zu schieben und Bergab konnte ich mich drauf setzen und rollen lassen.

Bloß nicht in die Pedale steigen. Nach ca. 2 km war ich am Highway angekommen und bin (laut Plan B) mit dem Jeepney bis nach Hause gefahren. Die Pedale muß wohl geschweißt werden, sonst hält das nie.

Fazit: Made in China eben. Die Chinesen scheinen auf die Philippinen immer ihre Montags Produktion zu verschiffen und die Filipinos lassen das Zeug solange im Laden stehen bis ein Kunde kommt und Interesse zeigt.

Erst dann wird das Notdürftigste gemacht und die Schrauben angezogen, die Schaltung eingestellt, die Reifen aufgepumpt usw. Der Kunde kauft etwas Neues und muß, wenn er zu Hause ist erst mal reparieren. Für die Filipinos ist das alles normal, die reparieren die Sachen auch nicht wenn sie nach Hause kommen, sondern fahren einfach mit dem defekten Teil durch die Gegend.

Das gute Teil hat übrigens 3500,- Peso gekostet, also ca. 55,- Euro. Es sind die gleichen Fahrräder wie sie in Deutschland als Billigware für ca. 250,- Euro in den Baumärkten usw. verscherbelt werden. Bild poste ich morgen, heute ist es schon dunkel.

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