Die grosse Abrechnung Teil 2

Geldautomat

Vor fast einem Jahr hatte ich hier die große Abrechnung angekündigt und versprochen alle Kosten aufzuschreiben, die während der 6 Monate in Deutschland so anfallen.

Es galt die Frage zu klären, ob es sich überhaupt lohnt 6 Monate in Deutschland zu arbeiten oder ob man dort nur Kosten erzeugt und diese wieder abarbeitet.

Kosten also, die man nicht hätte, wenn man etwa auf den Philippinen bleiben würde, wie z. Bsp, das Ticket, Autokauf etc.

Damit mir keine Kosten durch die Lappen gehen, habe ich fast alle Einkäufe und das Tanken immer mit Karte bezahlt und dann die Zahlen vom Konto abgeschrieben.

Das Geld was ich mit meinem “Internet Geschäft” verdiene, habe ich außen vor gelassen, ebenso alle Ausgaben die ich in dieser Zeit für die Philippinen getätigt habe.

In die Rechnung flossen solche Sachen wie Autokauf und dessen Unterhalt, die regelmäßigen Lebensmitteleinkäufe, das Ticket für den Flug auf die Philippinen und “sonstige Ausgaben”, Geld das ich am Automaten gezogen habe und das dann zwischen meinen Fingern zerflossen ist, hehehe… So here we go:

Ich habe ca. 5 Monate als Leiharbeiter in einer Fabrik mit 10,20 Euro Stundenlohn + Zulagen gearbeitet. Der 6. Monat bestand aus dem Ableisten von Überstunden und Urlaub, wurde also auch noch bezahlt.

Das Auto habe ich für 805,- Euro inkl. 2 Jahre TÜV, neuem Auspuff und Öwechsel gekauft und am Ende für 350,- Euro an einen Strassenhändler wieder verhökert. Privat hätte es natürlich etwas mehr gegeben aber so konnte ich bis zum letzten Tag noch damit fahren.

Um auf die Arbeit zu kommen (20 km einfache Strecke) habe ich 3960 km zurück gelegt und damit etwa die Hälfte des gesammten Spritverbrauchs von 677,- Euro verursacht.

Knapp 300,- Euro kostete die KFZ Steuer & Versicherung (Rückzahlungen mit eingerechnet). Im Lebensmittelmarkt haben wir in der ganzen Zeit 938,- Euro ausgegeben.

Alles in allem ist am Ende noch ein Plus von 3722,- Euro herausgekommen, was aber daran lag, das ich kein Geld für Miete, Strom und Wasser etc. ausgeben mußte.

Wer also wie ich umsonst in Deutschland wohnen kann, für den lohnt es sich wohl.

Wenn man aber noch Wohnkosten in Deutschland bestreiten muss, wird es eine Minusrechnung, da bleibt man dann besser auf den Philippinen, insofern man dort für seinen Lebensunterhalt sorgen kann.

Hier noch mal alle Kosten im Überblick:

Verdienst Netto: 9621,- Euro

  • Ausgaben:
  • Auto: 455,-
  • Tanken: 677,-
  • KFZ Vers.: 182,-
  • KFZ Steuern: 115,-
  • Lebensmittelmarkt: 938,-
  • Geldautomat, sonstige Ausgaben: 1.414,-
  • Diverse Anschaffungen (PC, Drucker, DSL etc.) : 673,-
  • Ticket Philippinen: 1.445,-

Summe Ausgaben: 5.899,-

Rest, Profit: 3.722,-

6 Kommentare zu "Die grosse Abrechnung Teil 2"

  1. Hast Du ungefähr auch einen Überblick, was du in den 6 Monate in Bohol ausgeben hast ?

  2. Hallo,
    die Lebenshaltungskosten für die Philippinen findest du hier:

    http://www.philippines4ever.de/lebenshaltungskosten-philippinen.shtml

  3. Hehe, bei dem bisschen Gehalt wird erst gar keine Lohnsteuer abgezogen. In den ganzen 6 Monaten habe ich vielleicht 30 Euro gezahlt und die hole ich mir natürlich zurück aber es gibt ja auch noch andere Abzüge; KV, RV, ALV usw., so dass Brutto nicht gleich Netto ist!
    Der genannte Betrag von 9621 Euro ist das, was tatsächlich nach allen Abzügen auf mein Konto überwiesen wurde.

  4. hallo Gerd,
    deine Rechnung ist sehr aufschlussreich, aber ich denke du darfst das Steuerthema vernachlässigen. Wenn du nur in der o.g. Zeit mit dem o.g Geld gearbeitet hast, bekommst du die volle Lohnsteuer in deutschland zurück und somit ist brutto = netto !!!
    Gruss

  5. @gerd
    mich würde nur interessieren, wo und wie sie in deutschland leben?
    leben sie bei den eltern angemeldet?

  6. Ja, genau so ist es.

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